Kurz vor Weihnachten fanden beim Taekwondo Lüdenscheid, Abteilung Kickboxing, die WKU-Gürtelprüfungen statt. Besonders bei der Tiger-Kids-Kickboxing-Gruppe im Alter von 4 bis 10 Jahren konnte man erneut die tolle Entwicklung der Kinder beobachten.
Mit großer Leidenschaft und beeindruckendem Können präsentierten die Kinder ihre Kick- und Boxtechniken an den Pratzen. Je nach Gürtelfarbe steigerten sich die Anforderungen deutlich: So gehörten unter anderem 180- oder sogar 360-Grad-gedrehte Hookkicks zum Prüfungsprogramm. Bei den höheren Gürtelfarben wurde zusätzlich die Fallschule geprüft – Vorwärts- und Rückwärtsrollen, um im Falle eines Sturzes, etwa durch ein Schubsen auf der Straße, den Kopf zu schützen und schwere Verletzungen zu vermeiden.
Den Abschluss der Prüfung bildete das Sparring. Hier konnten die Kinder ihr Selbstvertrauen unter Beweis stellen und zeigen, wie sie die erlernten Techniken anwenden und sich im Notfall verteidigen können. Ausgestattet mit Fußschutz, Boxhandschuhen sowie Kopfschutz mit Kunststoffvisier wurde darauf geachtet, dass niemand verletzt wird. Ziel im Sparring ist es, möglichst viele Punkte durch kontrollierte Fuß- oder Boxtechniken oberhalb der Gürtellinie zu erzielen. Disziplin und Kontrolle stehen dabei stets im Vordergrund – nur sauber ausgeführte und kontrollierte Techniken werden gewertet.
Während der Prüfung waren bereits tolle, leichte Kicks zum Kopf (gegen den Helm) zu sehen, die eine sehr gute Beweglichkeit zeigten. Andere Kinder überzeugten durch schnelle Hände und erzielten ihre Punkte mit präzisen Boxtechniken. Im Tiger-Kids-Kickboxing-Training werden neben Technik auch Disziplin, körperliche Fitness und Beweglichkeit – insbesondere durch intensives Dehnen – gezielt gefördert.
Alle Tiger-Kids bestanden die Prüfung zum nächsthöheren Gürtel mit sehr guten Leistungen. Kindertrainerin Mira Karner und WKU-Prüfer Udo Sohn zeigten sich mit den Leistungen der kleinen Tiger-Kids äußerst zufrieden.
In der Jugendgruppe mussten leider einige Prüflinge aufgrund von Verletzungen oder Krankheit passen. Im ersten Prüfungsabschnitt wurden hier Disziplin sowie Kraft und Ausdauer überprüft. Es folgten Partnerübungen mit sämtlichen Kick- und Boxtechniken an Pratzen und Boxsäcken. Anschließend mussten Kombinationen an den Thai-Pads mit Kraft, Schnelligkeit und Power gezeigt werden.
Auch Bruchtests in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gehörten zum Programm, darunter gedrehte 180-Grad-Seitkicks sowie 180-Grad-Hookkicks. Im Sparring wurde den Prüflingen ebenfalls einiges abverlangt. Geprüft wurden verschiedene Kickboxing-Stile wie Pointfighting (Punkt-Stopp-System), Leichtkontakt (Punkte mit Durchkämpfen) sowie Kick Light als Vorstufe zu K1, bei dem auch Lowkicks erlaubt sind. Selbstverständlich werden im Training alle Kickboxing-Stile, einschließlich Vollkontakt und K1, regelmäßig trainiert.
Alle Prüflinge bestanden die Prüfung zum nächsthöheren Gürtel mit guten Leistungen. Trainer Udo Sohn zeigte sich mit den Leistungen all seiner Schülerinnen und Schüler sehr zufrieden.


























